Ungerechtfertigte Kritik an Sommerstrumpfhosen

Symbolbild Feinstrumpfhosen

Symbolbild Feinstrumpfhosen

Ich habe hier schon verschiedentlich Plädoyers dafür gehalten, dass Frauen auch im Sommer Strumpfhosen tragen sollten – mit Ausnahme vielleicht der extremen Temperaturen der vergangenen Tage. Viele Hersteller, zum Beispiel Kunert oder Falke, bieten zu diesem Zweck zahlreiche sehr dünne Modelle an, manche sogar zehenfrei, die frau problemlos sogar zu offenen Schuhen tragen kann. Katharina Dippold vertritt in ihrem gestrigen Beitrag auf welt.de allerdings einen ganz anderen Standpunkt. Sie meint: „Strumpfhosen im Sommer sind ein modisches Desaster!“. Diese Ansicht kann sie natürlich vertreten. Aber was ist von der Meinung einer Autorin zu halten, die Meghan Markles Hochzeitskleid im Wert von geschätzten 230.000 € als „schlicht“ bezeichnet? Da liegt die Vermutung nahe, dass hier die Bodenhaftung ziemlich deutlich verloren gegangen ist. Zudem behauptet Dippold ohne Quellenangabe, „der Kreis der Befürworterinnen (des Tragens von Strumpfhosen, d. Verf.) wird immer kleiner“ und das Image der durchsichtigen Strumpfhose habe, außer im beruflichen Kontext und konservativen Kreisen, gelitten. Dabei gehen seriöse Prognosen davon aus, dass das Marktvolumen zukünftig kräftig steigen wird. Vollkommen absurd ist schließlich auch Dippolds Meinung, „die Dinger“ verwandelten „auch das schönste, eleganteste Sommerkleid im Handumdrehen in einen biederen Lappen“. Eher ist doch das Gegenteil der Fall: Die unglaubliche Vielfalt der Angebote an Feinstrumpfhosen unterstützt Frauen dabei, nicht nur Unregelmäßigkeiten der Haut zu kaschieren, und wer hat schon makellose Beine, sondern auch ihrem Outfit einen zusätzlichen attraktiven Hingucker zu verschaffen. Allerdings sollte frau zu diesem Zweck nicht die erstbeste Strumpfhose aus dem Supermarkt anziehen.

 


 

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