Verschont uns bitte mit #freeyourlegs

Symbolbild Feinstrumpfhosen

Symbolbild Feinstrumpfhosen

„Zu dick, zu weiß, zu dellig, zu knochig, zu wabbelig, zu narbig, mit Besenreisern, Krampfadern oder Dehnungsstreifen.“ Treffender als die Hamburger Bloggerin Johanna Pinkepank kann man nicht beschreiben, warum Menschen (nicht nur Frauen!) ihre nackten Beine nicht zeigen sollten. Bliebe zu ergänzen: zu behaart. Sie kommt trotz dieser überzeugenden Gründe aber zu dem Schluss, ihre Beine dennoch zu zeigen und macht, wie andere Bloggerinnen und Redakteurinnen von Modezeitschriften, derzeit wieder auf den seit einigen Jahren kursierenden Hashtag #freeyourlegs aufmerksam. Ihr Hauptargument: Sie schwitze dann nicht mehr. So könne sie den Leidensdruck reduzieren und den Sommer mit aller Leichtigkeit genießen.

So so. Da gratuliere ich ihr, wenn sie das Problem des sommerlichen Schwitzens durch das Nichtbedecken ihrer nackten Unterschenkel in den Griff bekommt. Kein Schweiß mehr im Schritt, keiner unter den Achseln, keiner unter den Brüsten und auch an allen anderen Stellen des Körpers: schweißlos. So einfach lässt sich ein Problem lösen, das geschätzt 99,5 Prozent aller Mitteleuropäer betrifft.

Allerdings nur das eigene. Denn selbst, wenn es sich so verhält wie sie beschreibt, haben die anderen das Problem, o. g. Beine ertragen zu müssen. Nein, auch wenn man weiß, dass der andere sich wohlfühlt, es ist nicht schön, unappetitliche Körper zu sehen. Deshalb mein Appell: Beine, die nicht vollkommen makellos sind, gehören auch im Sommer in Kleidung. Egal ob in dünne Strumpfhosen oder in Halterlose, in Jeans, leichte Sommerhosen oder lange Röcke.

Frauen, tut uns den ästhetischen Gefallen, nicht darauf zu verzichten. Und Männer? Da gehörte ich schon immer zu der Gruppe, die die Ansicht vertritt, alles was kürzer ist als eine 8/8-Hose, sollte verboten werden, insbesondere in der Kombination mit nackten oder besockten Füßen in Sandalen. Mein Wunsch für diesen Sommer: free us from #freeyourlegs

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