Dünne Leggings als „seeeeehr alter Trend“?

Dünne Leggings in brigitte.de

Dünne Leggings werden nach Ansicht von brigitte.de zum Trend.

Es hat etwas Niedliches, wenn eine vermutlich in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre geborene Modejournalistin etwas als „seeeeehr alt“ bezeichnet. Und damit eine Mode aus den 2000er-Jahren meint. So wie es jetzt Friederieke Dejan auf brigitte.de getan hat. Sie schreibt: „2003 war das Jahr der wilden Kurzhaarfrisuren, kurzen Röcke und der Monster-Wunderbälle. Aber es war auch das Jahr der Strumpfhosen. Die haben wir damals allerdings ohne Fuß getragen – quasi wie eine Leggings, nur dünner. Tja, wie sollen wir es sagen … Es scheint, als würde genau dieser Trend zurückkommen.“ Die Frage, ob sie tatsächlich selbst (im Text als „wir“ zu erkennen) bereits diese Mode mitgemacht hat, kann hier nicht beantwortet, darf aber eher bezweifelt werden. Vielmehr scheint es um das in Modejournalen allgegenwärtige Gemeinschaftsgefühl zu gehen, das nur die eigenen Generation umfasst. So tauchen die „Wirs“ auch im weiteren Text fast inflationär auf.

Inhaltlich dreht sich der Text wieder einmal um ein Ereignis, das zum Trend stilisiert wird, nur weil irgendein A, B, C oder sonstwie Promi, eine Instagramerin oder eine selbsternante Fashionista bei irgendetwas beobachtet wurde. Diesmal geht es um das „Model Chrissy Teigen. Sie hat die guten alten Strumpfhosen ohne Fuß nämlich vor ein paar Tagen getragen“.

Apropos Trend: Dejan gibt auch eine Empfehlung, wie die Leggings getragen werden sollten: „Vor allem bei Sandalen sind die Strumpfhosen ohne Fuß eine richtig gute Option, da Strümpfe und Strumpfhosen bei offenen Schuhen eigentlich NIE gut aussehen.“ Das ist eine erstaunliche Erkenntnis, denn gerade das Tragen von Strumpfhosen zu offenen Schuhen wird den Lesern schon seit Ende 2018 von anderen Medien wieder als neuer Trend und ablsout akzeptabel nahegebracht.

 


 

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