Phänomen Modebranche: Ein No-Go wird zum Muss

Zwei Varianten zehenloser Feinstrumpfhosen

Zahlreiche Hersteller wie Wolford (l.) oder Calzitaly (r.) bieten zehenlose Feinstrumpfhosen an.

Die Modebranche ist für mich immer wieder ein Phänomen. Natürlich ist mir klar, dass der Rubel dort nur rollt, wenn Jahr für Jahr, Saison für Saison neue Trends, neu Schnitte und neue Farben propagiert werden. Möglichst so weit weg von der Vorsaison, dass niemand auf die Idee kommt, die alten Teile aufzutragen, will er nicht voll peino sein. Gehen die Ideen trotzdem aus, greift man auf Totgesagte zurück, die bekanntlich länger leben. Beispiel Leggings: Jahrzehnte verpönt, sind sie heute wieder gesellschaftsfähig. In Form von Fitness-Tights nimmt die Zahl der Anbieter, Hersteller und Marken derzeit sogar in rasender Geschwindigkeit zu. Beispiel hautfarbene Feinstrumpfhosen. Für viele Frauen weltweit jahrelang ein absolutes Tabu. Jetzt ein Inprodukt, seit die beiden superhübschen und ach so niedlichen Prinzengattinnen aus England begannen, sie mit großer Beharrlichkeit (und auf Drängen der Schwiegeromi) in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nun die Botschaft von der jüngsten Fashion Week in Paris: Strumpfhosen können nicht nur – sondern sollen demnächst sogar – auch in Sandalen getragen werden, wie verschiedene Modezeitschriften meldeten. Nicht nur einfach so als Idee eines einsamen Designers. Nein, glaubt man den Fachmagazinen, ist dies einer der vier wichtigsten Trends, die in Paris auf den Laufstegen zu sehen waren. Ich freue mich darüber, habe ich doch bereits vor Wochen dafür plädiert, Feinstrumpfhosen auch in der Kombination mit offenen Schuhen zu tragen. Meine Empfehlung waren zehenlose Strumpfhosen oder Modelle, bei denen die einzelnen Zehen ausgeformt sind. Die Modegurus gehen aktuell aber noch einen Schritt weiter und haben kein Problem damit, Strumpfhosen mit geschlossenem Zehenteil zu Sandalen anzupreisen.

 


 



We work closely with you and carry out research to understand your needs and wishes.