Die FPÖ fürchtet sich

Screenshot OTS Österreich

Screenshot der OTS-Meldung

Über OTS Österreich wurde jüngst eine Meldung verbreitet, in der sich die FPÖ zum Auftritt von Nikoläusen in Schulen, genauer zum Verbot dieser Auftritte, äußert. Dieser Meldung zufolge sagte der FPÖ-Kultursprecher Thomas Spalt: „Es ist schier unglaublich: Während man den Jahrhunderte alten Brauch des Nikolaus immer öfter verbieten möchte, werden kleine Kinder in Lesungen mit furchteinflößenden Männern in Strumpfhosen und Tutu-Röcken gesetzt. Wir stehen zu unserer Heimat und zu unseren Traditionen. Wir als FPÖ werden es nicht zulassen, dass uns irgendwelche Ideologieritter das Normale zum Abnormalen erklären.“

 

Furchteinflößende Männer

 

Natürlich fehlt jeder Hinweis darauf, auf welche Lesungen Spalt sich mit seiner Äußerung bezieht. Aber selbst, wenn es solche gegeben haben sollte, ist die Formulierung „furchteinflößende Männer“ lächerlich und zeigt gleichzeitig, in welchem ideologischen Jahrzehnt die laut Wikipedia rechtspopulistische und deutschnationale Partei steckengeblieben ist, wenn Männer in Strumpfhosen ihr Furcht einflößen. Im Gegensatz zum Beispiel zu Männern in Lederhosen und Trachtenjanker mit Hirschhornknöpfen oder volltrunkenen und vollgekotzten Männern auf Schützenfesten oder FPÖ-Wahlveranstaltungen. Mit einer Erklärung, warum Männer in Strumpfhosen wem Furcht einfößen (außer im selbst), belastet sich der Rechtspopulist ebenfalls nicht.

 

Witzig ist auch, dass Spalt die Begründung, wonach die Kinder Furcht vor dem „großen Mann mit Bart und Mütze“ haben könnten, als „vollkommen absurd“ bezeichnete, während er selbst augenscheinlich genau diese Angst vor Männern in Strumpfhosen hat. Und er scheint nicht zu bemerken, dass die FPÖ selbst zum Ideologieritter wird, die Normales (Männer in Strumpfhosen) zum Abnormalen erklärt. Aber wenig bis nichts zu merken, ist meiner Ansicht nach ohnehin einer der Kernkompetenzen rechter Politiker – egal, in welchem Land.

 

 


 

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