Pro und contra rosa Ballettstrumpfhosen

Screenshot The Telegraph

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Die angesehene britische Tageszeitung The Telegraph berichtet in ihrer Onlineausgabe davon, dass eine schwarze Ballerina des English National Ballet von Tanztraditionalisten ins Visier genommen wurde, nachdem sie angekündigte hatte, dass sie keine rosa Ballettstrumpfhosen mehr auf der Bühne tragen werde. Stattdessen wolle die in den USA geborene Tänzerin Precious Adams ab sofort braune Strumpfhosen tragen, weil diese ihrer Ansicht nach dafür sorgen optimal auszusehen. Trotz der Kritik von vielen Mitglieder der Ballettindustrie habe das English National Ballet die Entscheidung Adams’ begrüßt und erklärt, dass damit eine neue Tradition für die Tänzer der Branche eingeleitet werde. Die 23-Jährige Tänzerin tritt derzeit in Lest We Forget auf und betonte, dass sie vor Publikum immer gut aussehen wolle und braune Strumpfhosen die offensichtlich beste Wahl zu ihrem Hautton seien.

Ein deutliche positiveres Verhältnis zu rosa Strumpfhosen hat dagegen der US-amerikanische Tänzer Victor Trevino, berichtet die australische Zeitung South Coast Register: Nachdem Trevino zunächst als professioneller Tänzer beim Florida Ballet gearbeitet hatte, wurde er dort bereits nach zwei Jahren wegen seiner geringen Größe entlassen. Er schloss sich dann der ausschließlich aus Männern bestehenden Ballettkompanie Les Ballets Trocadero de Monte Carlo, die durch ihre parodistischen Interpretationen berühmter klassischer Ballettstücke auf hohem tänzerischen Niveau internationale Reputation erlangte. 1996 gründete er mit Les Ballets Grandiva und dem Ensemble Men in Tutus ein eigenes rein männliches Tanzensemble. Derzeit reist Trevino mit der Schwesterkompanie Les Ballet Eleolle und der Produktion Men in Pink Tights (Männer in rosa Strunpfhosen) durch Australien und Neuseeland.

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