Biologisch abbaubare Strumpfhosen von Billi London

Screenshot Logo Billi London

Screenshot des Logos von Billi London.

Billi London heißt eine neue Strumpfhosenmarke, die zukünftig biologisch abbaubare Strumpfhosen herstellen wird. Gegründet wurde das in London ansässige neue Unternehmen von Sophie Billi-Hardwick und Marie Bouhier. Nachdem eine Crowdfunding-Kampagne bei Ulule erfolgreich beendet wurde, haben die Vorbereitungen für den Start der Produktion begonnen. Die beiden Jungunternehmerinnen wollen – wie andere Hersteller auch – zu einem Umdenken in der Modeindustrie beitragen. „Es sei ein Unding“, so Billi-Hardwick in einem Beitrag im Onlinemagazin „campaign“, dass jährlich Abermillionen Strumpfhosen aus Nylon produziert werden, von denen ein Großteil nur einmal getragen wird, um danach auf dem Müll zu landen. Um die Strumpfhosen mit dem Attribut „biologisch abbaubar“ versehen zu können, verwendet das Unternehmen ein neuartiges Garn, bei dem der Hersteller dem Nylon eine Additivformel hinfügt – ein 6,6-Polyamid. Die spezielle Zusammensetzung dieses Materials erleichtert es Bakterien unter anaeroben Deponiebedingungen, die weggeworfenen Strumpfhosen zu erreichen und zu verdauen. So wird der biologische Abbauprozess beschleunigt. Eine anaerobe Umgebung ist eine sauerstofffreie Umgebung und für Deponien charakteristisch. In Tests wurde bewiesen, dass das verwendete Nylon seine ursprünglichen Eigenschaften beibehält und sich auf Deponien in etwa fünf Jahren in organische Stoffe (Biomasse) und Biogas zersetzt. Das verwendete Elastan ist ein spezielles Polymer, das sich zersetzt, ohne die Umwelt zu belasten. Es ist vom Institut Hoheinstein als Cradle-to-Cradle-Ansatz (Circular Economy-Ansatz) zertifiziert, das Tests zur Bewertung der Abbaurate eines Produkts durchgeführt hat. Diese Zertifizierung bestätigt, dass nach 180 Tagen mindestens 90% des Endprodukts verschwunden sein müssen.

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