Leseprobe aus „40 DEN“: Luftballons

Ein Mann sitzt in einer schwarzen Strumpfhose auf einem Luftballon.

Strumpfhosen und Luftballons waren für Marten de Trieste lange Zeit eine genussvolle Kombination.

An einem Wochenende mit schlechtem Wetter nutzen Petra und Marten die Gelegenheit, lange miteinander zu reden. Irgendwann kommen sie auf Themen aus einer Zeit, in der sie sich noch nciht kannten. Marten berichtet über das Vergnügen, das Luftballons im bereitet haben:

«… . Kommt noch etwas Aufregenderes?»

«Das war das Vorspiel. Jetzt wird es interessant – und peinlich. Du kennst mein Faible für Strumpfhosen und weißt, dass ich die nicht als Fetisch betrachte. Damals hatte ich etwas, das man heute als Fetisch bezeichnen würde.»

«Es wird spannend!»

«Ich war schon als Kind fasziniert von Luftballons. Es ist inzwischen nicht mehr üblich, sieht man von US-amerikanischen Burgerbratbuden ab, aber früher gab es die in ganz vielen Einzelhandelsgeschäften als Give-aways für Kinder. Ich habe mich immer riesig gefreut, wenn meine Eltern mir einen mitgebracht haben oder eine Verkäuferin mir einen persönlich überreicht hat. Ich bin ganz vorsichtig damit umgegangen, damit ich lange etwas davon hatte. Ich habe mir Spiele ausgedacht. Wenn Kinder aus der Nachbarschaft zu Besuch kamen, hat es uns Spaß gemacht, damit zu spielen. Ist doch mal ein Ballon geplatzt oder hat jemand auf der Straße oder bei einer Geburtstagsparty einen Ballon platzen lassen, war ich beinahe traumatisiert.»

«Das hat sich bis heute offensichtlich nicht geändert. Knallen ist immer noch nicht dein Ding.»

 «Bei Luftballons ging es aber nicht nur um das Geräusch. Ich fand die Dinger so klasse, dass ich jedes Platzen so empfunden habe, als würde jemand einem meiner Kuscheltiere den Kopf abschneiden. Es ist ja normal, dass Kinder Gegenstände vermenschlichen. Ich habe Luftballons, genau wie Kuscheltiere, immer eher als meine Spielpartner betrachtet.»

«Ich kann bis jetzt keinen Zusammenhang zu einem Orgasmus herstellen.»

«Warte ab. Ich hatte schon immer Ballons mit ins Bett genommen. Machte mir einfach Spaß. Nachdem die Phase der nächtlichen Ergüsse begonnen hatte, aus einem anderen Grund. Wenn ich mich daran rieb oder mich darauf legte, wurde ich steif. Eines Abends, kurz vor dem Einschlafen, ist es dann passiert. Inzwischen hatte ich auch tagsüber oft einen Ständer, hatte mich aber bis dahin noch nie selbst befriedigt. Ich war eher bemüht, mich darauf zu konzentrieren, dass der möglichst schnell wieder verschwand. Die Angst, nicht normal zu sein, war immer noch vorhanden. Zeitschriften hin, Zeitschriften her. Ich steckte also einen Ballon in meine Schlafanzughose, drehte mich auf den Bauch und bewegte mich hin und her. Mein Schwanz wurde hart, das Gefühl immer intensiver. Ich genoss es und wollte nicht mehr aufhören. Bis ich schließlich abgespritzt habe.»

«Das war es? So peinlich finde ich es nicht.»

«Als ich später regelmäßig onaniert habe, habe ich das oft mithilfe von Luftballons gemacht. Ich mochte den Geruch, das Material, das Geräusch, wenn man mit den Fingern über den Ballon strich und natürlich dessen Elastizität. Manchmal bin ich schon beim Aufpusten steif geworden. Vor allem, wenn sich bei runden Ballons zum Schluss die Beule Richtung Öffnung gebildet hat. Dass man das einen Fetisch nennt, habe ich seinerzeit noch nicht geahnt.»

«Wann hast du damit aufgehört?»

«Die Phase hat lange gedauert. Ich habe im Laufe der Zeit Varianten entwickelt.»

«Die wie ausgesehen haben?»

«Dass ich schon früh angefangen habe, selbst Strumpfhosen anzuziehen, weißt du. Was du nicht weißt ist, dass ich eine Möglichkeit gefunden hatte, Luftballons und Strumpfhosen zu kombinieren. Es gab eine Zeit, in der ich zwei schlangenförmige und einen runden Ballon in eine Strumpfhose gesteckt habe, um einen weiblichen Unterkörper zu simulieren. Das hat aber nicht lange angedauert, da das Ergebnis zu wünschen übrig ließ. Es war nicht angenehm, sich an dem Material der Strumpfhose zu reiben, wenn ein Ballon drinsteckte. Genau genommen hat es auch nicht ausgesehen wie ein weiblicher Unterkörper, sondern wie drei Ballons, die in einer Strumpfhose steckten. Das war schnell ernüchternd.»

«Es gab noch weitere Varianten?»

«Eine. Ich habe auch gern Luftballons mit in die Badewanne genommen. Die habe ich dann prall mit Wasser gefüllt. Da hat sich der Knubbel, der beim Zubinden entsteht, wie ein Nippel angefühlt. Oder wie ich mir einen Nippel vorgestellt habe. Berührt hatte ich zu der Zeit noch keinen. Hatte der Ballon die richtige Form, bestand er aus dem richtigen Material und war perfekt mit Wasser gefüllt, konnte ich mir vorstellen, eine weibliche Brust zu kneten. Es war nicht schwer, damit eine Latte zu kriegen. Wenn ich mich dann mit dem Ballon gerieben oder mich im Wasser darauf gelegt habe, bin ich oft schnell gekommen. Das war schöner als es mit der Hand zu machen.»

«Was es nicht alles gibt. …“

 

 


Hier gibt es den autobiografischen Roman „40 DEN | Erinnerungen eines Strumpfhosenfans“ (ca. 400 Seiten A5, 14,90 €) von Marten de Trieste zu kaufen.

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