Bei Onlinekäufen im Ausland an den Zoll denken

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Beim Import von Strumpfhosen aus dem Non-EU-Ausland hält der Staat seine Hände auf.

Sie wollen für die kommenden Festtage online eine Luxusstrumpfhose oder eine Strumpfhose mit besonderen Printmotiven für sich kaufen oder an jemanden verschenken? Zum Beispiel von Sheertex aus den USA, von Zohara Tights aus Israel oder von einem anderen Anbieter aus einem Nicht-EU-Land? Dann denken Sie unbedingt an den Zoll. Denn ab einem Warenwert von 22 € (bis 150 €) wird Einfuhrumsatzsteuer fällig. Beträge in diesem Preissegment sind schon bei vielen Einzelbestellungen schnell erreicht, kauft man mehrere Strumpfhosen gleichzeitig, dann noch schneller. Zumal der Zoll die Versandkosten zum Warenwert addiert. Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19 Prozent. Ein Beispiel: Für einen Einkauf in Höhe von 100 € mit Versandkosten von zehn € sind 20,90 € fällig.

Das ist natürlich legal, dennoch ärgerlich. Noch ärgerlicher ist allerdings, dass die Strumpfhosen nicht geliefert werden und zum Beispiel an der Haustür bezahlt werden können. Stattdessen muss der Empfänger zum zuständigen Zollamt fahren, um die Ware dort abzuholen. Das ist mit weiteren Kosten und Zeit verbunden, denn auch die Zahl der Zollämter geht immer weiter zurück. Ich musste beispielsweise von meiner Wohnung in Recklinghausen aus nach Gelsenkirchen, um die in den USA bestellte Sheerly Genius Strumpfhose abzuholen. Das waren hin und zurück etwa 40 Kilometer, und der Zeitaufwand betrug insgesamt fast zwei Stunden. Das Zollamt ist nämlich ein Amt. Das bedeutet, wenn man Pech hat, erst in dieser Schlange (Kasse) warten, dann in jener Schlange (Warenausgabe) warten. Es bedeutet auch, dass Ware nur während der Zoll-Arbeitszeiten abgeholt werden kann. Nun kann der Zoll aber nicht alle Päckchen und Pakete kontrollieren, die in Deutschland eintreffen. So bleibt immerhin die Hoffnung, dass die eigene Sendung nicht herausgezogen wird.

Ist der Warenwert höher als 150 €, werden auch noch Zollgebühren fällig. Über die entstehenden Kosten kann man sich online beim Zoll informieren. Zudem gibt es eine kostenlose App für Smartphones und Tablets, mit denen man die Kosten vorab berechnen kann. Für diejenigen, die häufig im Nicht-EU-Ausland kaufen, lohnt sich das Herunterlaen möglicherweise.

 


 

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