„Strumpfhosen“ dient erneut als Blickfang

Screenshot Aargauer Zeitung online

Und wieder einmal soll das Wort Strumpfhosen für Aufmerksamkeit sorgen. Diesmal in der Aargauer Zeitung.

Ich habe hier schon mehrfach (zum Beispiel hier, siehe dort auch die Links am Ende) darauf aufmerksam gemacht, dass das Wort Strumpfhose – oder im Plural Strumpfhosen – immer wieder als Blickfang für langweilige Beiträge der Lokalpresse herhalten muss. Diesmal ist es die Aargauer Zeitung aus der Schweiz, die zum 30. Geburtstag einer Frauenband titelt: „Älteste Frauenband der Schweiz: Heldinnen in bunten Strumpfhosen“. Obwohl der folgende Text sich anschließend ausführlich mit der Geschichte der Band und spannenden Themen wie Emanzipation, Arbeiterbewegung, Postpunk mit feministischem Einschlag und dem „anarchischen Geist der Achtzigerjahre“ auseinandersetzt, taucht das Wort „Strumpfhosen“ nicht mehr auf. Nur auf dem Foto, das die Protagonistinnen in bunter Kleidung zeigt, sind wenige Zentimeter der bestrumpfhosten Beine zu sehen. Der geneigte Leser mag sich dennoch zu Recht fragen: „Was hat die Überschrift mit dem Text zu tun?“ oder „Hätte man nicht auch eine Überschrift finden können, die auf den Inhalt schließen lässt?“. Die Erkenntnis zu Frage 1: Nichts. Die Erkenntnis zu Frage 2: Absolut. Aber das Wort Strumpfhosen sorgt halt für Interesse. Da muss man sich dann den Kopf nicht weiter zerbrechen. Mein Tipp für die beiden für den Beitrag Verantwortlichen: Beim nächsten Mal unbedingt so etwas wie „dicke Titten“ oder „Selbstmordattentäter“ in der Überschrift unterbringen. Das fetzt auch.

 

 

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