HOT beklagt „absichtlich eingebaute Alterung“

Screenshot Halte à l'Obsolescence Programmée

Die französische Organisation Halte à l’Obsolescence Programmée kämpft gegen bewusst herbeigeführte vorzeitig Alterung von Produkten.

Die französische Organisation Halte à l’Obsolescence Programmée (HOT) wendet sich gegen die „absichtlich eingebaute Alterung“ in Produkten. Jetzt hat sie Strumpfhosenhersteller bezichtigt, ihre Waren so zu produzieren, dass sie viel kürzer nutzbar seien als theoretisch möglich. Gründe dafür sieht die Organisation zum einen in der Produktion. Hier würden Strumpfhosen aus Kostengründen wie Schläuche hergestellt, ohne die menschliche Anatomie des Beines zu berücksichtigen.

Zum anderen würden Strumpfhosen laut HOT in der Produktion über mehrere Stunden hinweg in 50° C warmes, chemisch behandeltes Wasser eingetaucht, um sie „weicher“ zu machen. Dadurch, so HOT, würden die Produkte zerbrechlicher und die Wahrscheinlichkeit für Laufmaschen größer. Ein Fazit der Untersuchung lautete deshalb: „Wir können legitim die Hypothese aufstellen, dass Hersteller mit Chemikalien spielen können, um ihre Strumpfhosen mehr oder weniger haltbar zu machen, und dabei zu steuern, wie lange es dauern wird, bis sie nicht mehr tragbar sind“.

Für die Studie wurden 3000 Frauen zu ihren Strumpfhosengewohnheiten befragt. Eines der Ergebnisse war, dass fast drei Viertel (72%) der befragten Frauen ihre Strumpfhosen maximal sechs mal tragen können, bevor sie kaputt gingen. So wären Frauen gezwungen, in jeder Saison zehn bis elf Strumpfhosen zu kaufen. 

 


 



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