Strumpfhosenfan im isländischen Hochland

Sabine in einer Wolford Strumpfhose

Die Freude an Strumpfhosen findet Erwähnung in einem isländischen Roman.

Es ist nicht, wie die Überschrift vermuten lässt: Es geht nicht um eine reale Person. Auch die Tatsache, dass die Handlung im isländischen Hochland spielt, ist eher Zufall. Es könnte auch ganz woanders sein. Trotzdem ist es mir einen Beitrag wert, nämlich die Erwähnung eines Strumpfhosen-Fans in einem Roman. Ich lese gerade den Thriller „Hochland“ des isländischen Autors Steinar Bragi. Zentrales Element der Erzählung ist die Reise von vier jungen Leuten, genauer gesagt zwei Paaren, ins isländische Hochland. In einem Kapitel beschreibt eine der beiden Frauen, dass es eine Zeit gab, in dem sie ihrem Freund misstraut habe. In dieser Zeit kontrollierte sie unter anderem seinen Browserverlauf. Bis zu dem Zeitpunkt habe sie wenig Kontakt zu Onlinepornografie gehabt. Mit Erstaunen stellte sie deshalb fest, dass es in diesem Bereich eine Vielzahl inhaltlich geordneter Kategorien gebe. Ihr Freund, damit kommen wir zum Thema, habe neben Kategorien wie „Asiatinnen“, „Italienerinnen“ oder „Schlafende“ auch die Kategorie „Strumpfhosen“ besucht.

Das halte ich für erwähnenswert. Zwar wird der Blick eines Mannes auf das Thema Strumpfhosen dadurch bedauerlicherweise in die Porno- und Fetischecke gerückt, aber der Autor (bzw. die Übersetzerin Tina Flecken) hätte stattdessen auch „Strümpfe“ oder „Strapse“ erwähnen können – die gemeinhin als die erotischeren Versionen von Beinbekleidung angesehen werden dürften. Danke also, Steinar Bragi und Tina Flecken, für die Erwähnung dieser Kategorie. Als Strumpfhosenfan fühlt man sich damit einmal mehr bestätigt, dass es andere Menschen gibt, die diese Leidenschaft teilen.

 


 

Tagged , , .Lesezeichen setzen permalink.

Comments are closed.