Strumpfhosen im Drogeriemarkt, Teil II

Screenshot mads.de

Studierende der Hochschule Rhein-Main wünschen sich eine größere Farbvielfalt bei Strumpfhosen.

Vor knapp einem Monat hatte ich an dieser Stelle auf einen merkwürdigen Beitrag des Fernsehsenders RBB hingewiesen. Der hatte sich mit dem Thema Produktauswahl für farbige Menschen, genauer gesagt für Afrodeutsche, auseinandergesetzt. Und war, deshalb merkwürdig, zum Ergebnis gekommen, dass es im Drogeriemarkt zu wenig Produkte für BIPoC-Menschen gibt.

Allerdings habe ich am Wochenende gesehen, dass das von RBB aufgegriffene Thema gar nicht aktuell war. Bereits vor einem Jahr hatte sich eine Gruppe von Studenten der Hochschule Rhein-Main darüber echauffiert, dass es im Drogeriemarkt nicht genügend Make-up- und Strumpfhosen-Farbtöne gibt. Wörtlich heißt es dazu: „Wir möchten auf die Diskriminierung von BIPoC durch Produkte, mangelnde Farbvielfalt und den schlechten Zugang zu diesen aufmerksam machen.“ Die Gruppe, die vermutlich überwiegend aus weißen Europäern bestand (das ist reine Spekulation von mir), empfand die Diskriminierung gar so stark, dass sie eine Petition startete, um die Situation zu ändern. Dass die Basis, auf der die Erkenntnisse gewonnen wurden, alles andere als wissenschaftlich und daher ohne jegliche Aussagekraft ist, sagt einiges über den studentischen Nachwuchs aus. Jedoch nichts Gutes. Ich empfehle den beteiligten „Wissenschaftlern“, sich meine Argumentation in dem oben erwähnten Beitrag anzusehen und dabei einen Schwrpunkt auf die Bedeutung des Wortes Recherche zu legen.

Screenshot Petition

Nach einem Jahr haben nur 3.310 Menschen die Petition unterschrieben (Screenshot vom 4.7.2022)

Nach knapp einem Jahr haben lediglich 3.310 Menschen diese Petition unterschrieben. Ein wenig erstaunliches Ergebnis für ein Thema, dem – wie aktuell anderen Themen auch –, von einer kleinen Gruppe eine individuell gefühlte, aber in der Realität nicht vorhandene gesellschaftliche Relevanz zugeschrieben wird. Mir gefällt dazu ein Kommentar von ziggy unter dem genannten Beitrag auf mads.de besonders gut: „Mir hat ein Vögelchen gezwitschert, dass die LGBTQIABIPoC manchmal nichts mehr finden, womit sie andere nerven können.“ 


* BIPoC ist die Abkürzung von Black, Indigenous, People of Color und bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt.

** Die englische Abkürzung LGBTQIA* steht für die englischen Begriffe: lesbian, gay, bisexual, transgender/transsexual, queer/questioning, intersex, asexual. Übersetzt heißen die Begriffe: lesbisch, schwul, bisexuell, transgender/transsexuell, quer/fragend, intersexuell, asexuell. Das * (manchmal auch +) dient als Platzhalter für weitere Geschlechtsidentitäten. (Quelle: rnd.de)


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