„Armshapers“-Sieg bei Startup-Show erstaunt

Screenshot shapeme.com

Die neuen Armshaper sind ab sofort im Onlineshop shapeme.com zu haben. | © shapeme.com

Jennifer Schwade hat mit ihrer Idee eines sogenannten Armshapers eine (zurecht frühzeitig von Sat1 aus dem TV-Programm genommene und dann nur noch im Internet ausgestrahlte) „Start-up“-Gründershow gewonnen. Sie erhält für ihren Sieg von Carsten Maschmeyer einen Firmenmantel mit einer Million Euro, von Maschmeyer gesponsert, und eine Minderheitsbeteiligung des Finanzinvestors. Verkauft werden die Produkte ab sofort online unter www.shapeme.com. Die Wahl der 30jährigen Unternehmensberaterin zur Showsiegerin erstaunt. Zum einen weil sie sich gegen über 2000 Mitbewerber durchgesetzt hat. Natürlich freut es den Betreiber dieser Webseite, dass der „Ableger“ einer Strumpfhose auch im Jahr 2018 noch interessant genug ist, um in einem Ideenwettbewerb ganz vorne zu landen.

Zum anderen, weil die Idee, Strumpfhosen über Kopf, Arme oder den gesamten Oberkörper zu ziehen, wahrlich nicht neu ist. Daran ändern auch Marketingtexte nichts. Im Erotik- und Fetischbereich nennt man diese Vorliebe Pantyhose-Encasement. Hersteller wie das chinesische Unternehmen Doyeah produzieren eigens für diesen Zweck Hemden aus Nylon. Auf Wunsch mit offenen oder geschlossenen Handbereichen und offenen oder geschlossenen Kopfbereichen.

Selbst wenn es in einen seriöseren Kleidungsbereich geht, stellen die Armshapers keine Neuheit dar. So streiten sich zum Beispiel die beiden US-Unternehmen Sleeve Wonders (gegründet 2011) und Spanx (gegründet 2012) derzeit vor Gericht, wer die sogenannten Arm-Tights, ähnliche Produkte wie die Armshaper, erfunden hat. Beim Besuch der Shape me Webseite fällt darüber hinaus auf, dass dort auch ganz normale Strumpfhosen angeboten werden. Sie sollen „Imperfektionen der Haut kaschieren“. Das ist nun wirklich ein alter Hut.

 


 

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