Gefunden: Leseanreiz

Und wieder „Männer+Strumpfhosen“ als Leseanreiz

Screenshot tagesanzeiger.ch

Ist schon klar: Wenn es um Ballett geht, liegt die Assoziation zu Strumpfhosen tragenden Menschen nahe – obwohl heute auch Tänzer* mit nackten Beinen oder in Stoffhosen auf den Bühnen zu sehen sind. Wie die Worte „Männer“ und „Strumpfhose“ (oder eine ähnliche Assoziationen weckende Kombination) im Journalismus dazu dient, die Aufmerksamkeit auf Beiträge zu lenken, ist hier schon mehrfach thematisiert worden. Das funktioniert vor allem im Karneval/Fasching und bei der Berichterstattung über Straftaten ganz hervorragend, also bei Themen, die ansonsten . . . mehr lesen

„Mann in Strumpfhose“ als Leseanreiz

Foto von Marcelo Gomes mit Tanzpartnerin

Man sollte glauben, im soeben gestarteten Jahr 2018 wird die westliche Welt toleranter. Auch, was Strumpfhosen tragende Männer angeht. Insbesondere dann, wenn es sich um Balletttänzer handelt. Doch Pustekuchen: Kaum ist der Dokumentarfilm „Anatomy of a Male Ballet Dancer“ angelaufen, in dem der brasilianische Tänzer Marcelo Gomes porträtiert wird, da titelt das New Yorker Nachrichtenblatt The Village Voice: „A Man in Tights, Marcelo Gomes Anticipates the Final Curtain“. So weiß . . . mehr lesen

„Männer in Strumpfhosen“ in der Überschrift

„Männer in Strumpfhosen“

Die Journaille kann es einfach nicht lassen, „Männer in Strumpfhosen“ als Leseanreiz in die Überschrift zu packen. Auch dann nicht, wenn der Inhalt des Beitrags anschließend nichts oder nur marginal mit dem angeteaserten Thema zu tun hat. Es geht darum: Die Bayerische Staatsbibliothek hat soeben ihr 2,5 millionstes Digitalisat online gestellt. Damit sind rund 70 Prozent ihres urheberrechtefreien Bestandes frei im Internet zugänglich. Eine gigantische Leistung von unschätzbarem Wert. Zu Recht wird sie in den Medien . . . mehr lesen

Haben Strumpfhosen und Bienen etwas gemeinsam?

Screenshot Strumpfhosen und Bienen

Haben Strumpfhosen und Bienen etwas gemeinsam? Natürlich nicht, werden die meisten Leser dieser Zeilen spontan denken. Recht haben sie. Trotzdem greife ich das Thema auf. Warum? Nun, ich habe es hier schon des öfteren geschrieben: Vor allem die Mitarbeiter von Lokalredaktionen setzen das Wort Strumpfhose gern als Leseanreiz in den Titel eines Beitrags, der ansonsten vermutlich nur einen winzigen Bruchteil der Leser interessieren würde. Ein weiteres und besonders absurdes Beispiel ist der Beitrag „Welche Rolle spielt . . . mehr lesen

Spießer schreibt Glosse „Männer in Strumpfhosen“

Die HAZ veröffentlicht eine Glosse zu Männern in Strumpfhosen

Eine Glosse als journalistische Darstellungsform sollte spöttisch, lustig, karikaturistisch oder überzeichnend sein. Oder, wie die Zeitung, um die es hier geht, schreibt: „Es geht um die skurrilen, absurden und lustigen Erlebnisse des Alltags.“ Aber nicht alles, was den Namen Glosse trägt, erfüllt die Kriterien. Manchmal zeigt der Inhalt nur, wie verkrustet und vorurteilsbeladen das Denken des Verfassers ist. So zum Beispiel die Glosse „Männer in Strumpfhosen“, die Bert Strebe jetzt für die HAZ geschrieben hat . . . mehr lesen

Wieder Diskussion um Balletttänzer in Strumpfhosen

Balletttänzer in Strumpfhosen

Wieder einmal ist eine Diskussion um Balletttänzer in Strumpfhosen entbrannt. Und wieder  sind es die bigotten USA, in denen diese Diskussion stattfindet. Das Internetportal globalcomment.com greift unter der Überschrift „Kontroversen und Missverständnisse über Männer im Ballett“ zwei Ereignisse aus jüngster Zeit auf. Dabei äußerten sich populäre US-Moderatoren abfällig über Männer im Ballett im Allgemeinen, und darüber, dass Balletttänzer Strumpfhosen tragen im Besonderen. globalcomment stellt klar, dass Balletttanz ein anspruchsvoller Leistungsport sei. Er erfordere mehr Kondition . . . mehr lesen

Was ist ein „jecker Strumpfhosen-Job“?

Zwei Männerstrumpfhosen mit und ohne Penishülle

Ich habe es in diesem Blog schon öfter erwähnt (zum Beispiel hier, hier oder hier): Die Wortkombination Strumpfhose+Mann ist für Medien, insbesondere die Tagespresse, auch im Jahr 2018 noch so ungewöhnlich und vermutlich in der Phantasie so anrüchig, dass es immer wieder für eine Überschrift gut ist. Merke: Eine Überschrift soll die Aufmerksamkeit des Lesers erregen und als Orientierungshilfe, ob sich das Lesen des gesamten Meldungsinhalts lohnt, möglichst den wichtigsten Inhalt . . . mehr lesen